Demenzfreundliche Angebote in der Butler Gallery - Ein Überblick


Die „Butler Gallery“ entwickelte im Jahr 2012 mit dem Pilotprojekt „Azure“ erste Angebote für Menschen mit Demenz. „Azure“ wurde von der „Butler Gallery“, der „Irischen Alzheimer Gesellschaft“, „Age & Opportunity“ und dem „Irischen Museum für Moderne Kunst IMA“ ins Leben gerufen. Das Projekt wollte untersuchen, wie eine größere Einbindung von Menschen mit Demenz in das kulturellen Leben in Irland gelingen könnte.

Zu den Ausstellungsrundgängen wurden Menschen mit Demenz, ihre Familien, Freunde oder professionelle Begleiter eingeladen, um im geschützten Rahmen Kunst zu betrachten und mit ihnen darüber zu diskutieren. Ausgebildete Kunstvermittler sorgten für eine angenehme Atmosphäre, die die Kommunikation befördern sollte. Jeder Teilnehmer konnte im eigenen Tempo und auf seine eigene Art und Weise die Kunst genießen. Bei den Führungen wurden Sitzmöglichkeiten angeboten und es war ausreichend Zeit, um in den Ausstellungsräumen eine Auswahl von Kunstwerken zu betrachten. Die Vermittlungsstrategien basierten auf einem vierstufigen Model, das vom „Museum of Modern Art MoMA“ in New York in dem Projekt „Meet Me at MoMA“ entwickelt wurde. Jede Führung endete mit einer Tasse Tee oder Kaffee in den „Castle Tea Rooms“, direkt neben der Butler Gallery.

Im Moment befinden sich die Ausstellungsräume der Butler Gallery im Untergeschoss des Schlosses „Kilkenny Castle“, das für Menschen mit Rollstühlen oder Mobilitätseinschränkungen leider nicht barrierefrei erreichbar ist. Aus diesem Grund wurde 2013 ein „Outreach Projekt“ entwickelt, das Kunstwerke aus der Sammlung in Einrichtungen der Gemeinde bringt, um auch Menschen mit Demenz einzubeziehen, die sonst nicht in der Lage wären die Galerie zu besuchen. Von 2013 bis 2016 wurde dieses Projekt durch die „Stiftung IPB Community Engagement“ gefördert. Diese Förderung ermöglichte 2016 auch ein Foto-Projekt, das eine Auswahl von Exponaten der Künstlerin Gypsy Ray zeigt, die vorher, 2015 in der Butler Gallery zu sehen war. Die Fotoserie bot viele Anreize für Workshops in denen dazu nach der TimeSlips-Methode Geschichten erzählt wurden. Die Outreach- Projekte ermöglichen der „Butler Gallery“ während der Zeit des Umzugs in ein barrierefreies Gebäude die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Angebote für Menschen mit Demenz.

Zuletzt geändert: Donnerstag, 18. Mai 2017, 15:17